Die Glosse - The underworld of music
  mu1  
  

 

 

 

 

Auf dieser Seite

 

 

Mo' music?

Trend: Burnin' & bootleggin'

 

(über) NEWSLETTER   von David Hoff

 

Mo' music?

News aus aller Welt - * translated

 

Jazz-Workshop von D.Hoff

 

Das Amerika-Modul  Mitschrift Redaktionskonferenz

 

 

Die aktuelle Kurzkritik:

Mo' music?

Bro'Sis -

What's diz?

So I've cume fo' delling Yo man:

- ah, dat's phucking shit!

Dat's shit, man!

Mr.Boom

 

"Wenn´s geht hätt´ich gern bald eine Hexe zum Braten - oder auch einen mageren Komponisten"

***nach oben

 

curryman

 

 

 

 

Inhalt

Die Glosse -Titelseite Die Glosse - Titelseite
Die Glosse - Der aktuelle Kommentar Die Glosse - Der aktuelle Kommentar
Die Glosse - Cool schreiben mit Pinkus Die Glosse - Cool schreiben mit Pinkus
Die Glosse - The underworld of music Die Glosse - The underworld of music
Die Glosse - TV - Heaven Die Glosse - TV Heaven
Die Glosse - Dantes Printmedien Die Glosse - Dantes Printmedien
Die Glosse - Ry sucht für Sie im Web Die Glosse - Ry sucht für Sie im Web
Die Glosse - Jessic & Helmut Die Glosse - Jessica & Helmut
Die Glosse - Peak balloon Die Glosse - Peak ballon
Die Glosse - Die Seite mit Herz Die Glosse - Die Seite mit Herz
Die Glosse - Lambda Die Glosse - Lambda das Wissenschaftsmagazin
Die Glosse - News Die Glosse - News & trends
Die Glosse - Archiv Die Glosse - Archiv

 

Blättern im archiv

1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 11 12 13 14 15

***nach oben

Trend: Burnin' & bootleggin'

 

Zum ersten Mal gingen in Deutschland mehr Rohlinge als Musik-CDs über den Ladentisch, vulgo - Scanner. Flammend aufregend nicht, auch nicht hochgradig verwunderlich. Musik als Phänomen mag mal "atemberaubend" gewesen sein, heute trifft so eine Kennzeichnung - laut SAT1-Nachrichten - allenfalls noch auf Events wie die Beerdigungszeremonie von Queen Mom zu.

Andererseits: der Katastrophenfaktor hält sich - verglichen mit anderen Weltgegenden - in unseren Breitengraden in Grenzen. Was ist bei uns eine Katastrophe? Naja, vielleicht wenn die Dusche mal wieder zur Badewanne wird, oder wenn die Zukunftsaussicht, medikamentös bedingt, nur noch ins Bläuliche zu stechen droht.

Ansonsten könnte einen höchstens noch "from Sarah with love" die Wände hochtreiben. Damit ist jetzt freilich auch Schluss, seit - der Free-TV-Zuseher weiß es - einige herausgefunden haben, dass man Wände auch schon mal durchbrechen kann, einfach so (hierzu genügt es, ein bisschen bootleggin´ mit Händels Sarabande zu betreiben, und - Kopf durch die Wand, Bäume hoch, ab ins All - uuund: free from mtv plus all dem andern Scheiß! Schon genussvoll, Voraussetzung natürlich, man hat sich nicht dem illusionionären Ehrgeiz ergeben, der erste space jumper sein zu wollen, denn rüstige Großväter reparieren dort bekanntermaßen seit eh und jeh Raumstationen. Dennoch gibt’s hier im Kosmos selbstredend wie freischwebend mehr als genügend Rückzugsmöglichkeiten für Individualisten, da ist für jeden was dabei.

Was entnehmen wir nun all dem Gesagten? Nun, zunächst das wohl Naheliegendste, dem das Nächstliegende freilich nicht ganz fremd geblieben sein dürfte, nämlich: der Trend geht wieder zu mehr Individualität. Das betrifft nicht zuletzt die Musik.

Deutschland macht sowieso seit geraumer Zeit Platz im CD-Regal, seit immer mehr herausgefunden haben: ne heiße Salamischeibe in den CD-Player einschmeißen - klingt im Prinzip genauso gut wie "Bravohits", schön phett auch. Und so prima zum Knüllen & Rollen wie die neue CD-Generation ist hauchdünn geschnittene Rosette alle Mal (optimal übrigens gerade für den Car-CD-Player. Forscher haben überdies in einem speziellen spektralanalytischen Verfahren herausgefunden, dass insbesondere Salami für sensible & stressanfällige Psychen ein besonders beruhigendes Audiospektrum aufweist - somit bestens geeignet für genervte Verkehrsteilnehmer, die im Feierabendstau aus ihren Augenwinkeln sehen müssen, wie sich neben ihren Wagen in Einem fort Delphine in den Asphalt bohren). Was will man also mehr?

Nochmal bootlegs: überhaupt ist das das Gebot der Stunde, und in Pisa-Zeiten ein pädagogisches Must, ein Muss eben. Im Ernst, nicht aufhören, bloß nicht Schluss machen damit! (also bitte - kein Shlust). Denn, es erlaubt kreativen, phantasie- wie sinnvollen, vor allem intelligenten Umgang mit industriell roh vorfabriziertem Klang-Material (Britney etc.). Was ist da nicht alles möglich! Paar Takte loopen, mal bißchen tiefer oder höcher pitchen, Schrägheitsfaktor voll selbst bestimmen, paar Waves auch mal rückwärts pasten - voll supi! Ein neues Gesetz müsste bei strengsten Strafen verbieten, dass auf Produkte wie na na na can`t get... überhaupt noch Urheberrecht angemeldet werden darf. Tonträger-Veröffentlichungen, wenn überhaupt (Audio-Emissionsschutz!), in Zukunft nur noch als bootleg game für die ganze Familie. Neue Absatzchancen somit auch für interaktive Musikvideos für Handy, PC & Konsole: wer's nicht länger mit ansehen kann, wie Bro'Sis bei Top of the Pops über'n Tanzboden schlurfen - jetzt ne Popgruppe voll zum selber abrichten. Mit Dressurakten zum Steigern von Null bis ultimo! Zum Beispiel: Degree one für Einsteiger - vielleicht erstmal nur Stöckchen apportieren, bewährter Anreiz - jeder Figur immer wieder ganz überraschend und ohne Grund genussvoll eine scheuern. Warum gerade ohne Grund? Nun, weil sie's verdient haben. Selbstredend dürfte nicht in-die-Luft-jagen oder einfach-so-ins-All-schießen vorkommen, denn das-wäre-brutal und das-will-wirklich-niemand (im Klartext also: bitte keinen finalen Hastalavista-Faktor einprogrammieren). Müsste allerdings so vom Brutalitäts...will heißen Realitätsfaktor aber schön brutal so..also, realistisch designed sein. (sind dass nicht ein bisschen viel verschreiber? außerdem - ich weiß, es hat nur am rande damit zu tun - aber: waren früher nicht auch mücken mal begabte musiker? -d.setzer).

 

Lesen Sie demnächst:

- Warum Shakira geil ist und Britney kalter Kaffee.

- Außerdem: Trendscouts auf der Suche nach neuen Talenten - was bringt die Darmspiegelung?

Beatrice, Dr. David Hoff

momusic

***nach oben

NEWSLETTER   von David Hoff  / Mitarbeit: Doro Wagenbach, Ignaz Schurnalinsky, Beatrice, Mr. Boom

- Empfehlung von JEP

Liebe Leserinnen und Leser, wir präsentieren Ihnen wieder mal ein Spezial aus unserer Musikredaktion - Titel: NEWSLETTER aus der Feder von Dr. David Hoff. Dieser Mann ist schlichtweg ein Phänomen. Kurzer Steckbrief: Selbstkennzeichnung: Amerika-Deutschen (sic), 36, Komponist und glänzender Pianist, lichte Höhe: 2 m 19. Passionierter Kettenraucher. Tritt, wenn er genervt ist, auch schon mal einen defekten Zigaretten-Automaten ("einen Moment...") aus der Verankerung.

Im Moment erhalte ich gerade von ihm Klavierunterricht - er macht das einfach großartig, diese Engelsgeduld! Mein privater Traum: ich möchte unbedingt in meinem Leben nochmal den Wilden Reiter von Schumann spielen können.

J. Ernst Petenck

NEWSLETTER

von David Hoff  Komponist

Mitarbeit: Doro Wagenbach, Ignaz Schurnalinsky, Beatrice, Mr. Boom

Könnte ja sein, dass irgend jemand ganz neue Zusammenklänge erfunden hat, weder mit Akkorden - noch mit seriellen oder pentatonisch-minimalistischen Techniken oder sonst was. Könnte sein.

Könnte auch sein, dass eine neue musikalische Dramatik entwickelt wurde. Spannend könnte sowas sein, wie Musik ja überhaupt mal eine spannende Geschichte war. Rein abstrakt schon ein unendlicher Pool von Kombinationsmöglichkeiten. Ist eben so ein Intervall-Ding. Könnte auch näherungsweise beschrieben werden, wie sowas funktioniert, welchen Ideen jemand nachgegangen ist. Spannend wäre das, wenn/falls es sowas gibt, kommt das sicherlich mit den Newslettern.

Stimmt das, was ich bis jetzt gesagt habe? Okay, schon klar - nicht so ganz. Dabei sind die Newsletter eigentlich eine tolle Plattform. Entscheidend ist ja, was die Leute selbst draus machen. Doch die üblichen News im Musikbereich sehen anders aus. Tonnenweise Fanpages, dann dringen wir langsam zu Portalen für Club- und Transwear vor. Dazwischen werden Musiknews aus aller Welt angekündigt, aber dann doch mehr aus der Elbe-Elster-Region. Jede Menge Eventfotos & Partyberichte, damit es nie-nie-nie langweilig wird. Zwischendurch plärrt es immer wieder: Midis! Nur hier! Auf knackige Patterns spezialisierte Musikverlage in lieblichem Layout, Prädikat: amabile. Auch der Bereich Firmenlieder & Telefonwarteschleifen wird reichlich bedacht - ein Duo hat sich während der Produktion eines Präsentationsviedeos kennengelernt - man muss die beiden nicht sehen, man kennt sie ohnehin. Topseiten auf der Höhe der Zeit werben so: Scherzartikel, Sexgags, Kultiges - einfach oberaffengeil! Zwischendrin Erfinder einer Saufmaschine - nicht minder ultimativ, was zum Reinsaugen mit allerhand Schläuchen.

Den Versuch, Musik darzustellen, mit Worten auch nur in behutsamsten Ansätzen, oder auch im entfernstesten Sinne andeuten zu wollen, unternimmt niemand mehr. Damit ich nicht lüge - Ausnahmen gibt’s, wo mit feinem Gespür derart sensibel& flexibel produziert wurde, dass es schon wieder ohrenfällig wird. Wie soll man Musik auch beschreiben? Mit Stimmführung, Obertonforschungen, rhythmischen Konzepten? Wo die meisten großen Online-Magazine und Zeitschriften auf den Begriff Kultur ganz verzichten. Besser ist das: Entertainment. Stimmt ja, Kultur klingt ja auch ziemlich bra(h)msig. Uff, schwerer Kopf. Vorbei die Zeit, als Ober-Brahmane Joachim Kaiser monomanisch in der Bunten über Mahlersymphonien sich verbreiterte.

Musikalische Termini? Melodischer Gitarenrock mit druckvollen beats - o-oh, klingt schon ziemlich kompliziert, ob das noch so gut kommt? Schon das Höchste der Gefühle.

Auf den Sound kommts an. Passend zum Jobaqtiv-Gesetz gibt es - clever-clever - soundcheq. Überhaupt nur Tonstudios, wo man in entspannter Atmo plus ebensolchem Ambiente - da beste Location - zum optimalen Ergebnis gelangt, sodass jeder weitere im Erfolgsstorybereich angesiedelte Auftritt als gesichert gelten kann. Außerdem: der Bereich Audiorestauration nimmt eine gute Mittlerposition ein. Da ist das Geld auch gut aufgehoben, einfach seine guten alten Platten und wertvollen Aufnahmen vorbeibringen - gelingt immer. Zumeist auch zur vollen Zufriedenheit der Rechtsanwälte.

Ehrlich gesagt, mir ist die Abteilung Coverbands die liebste, vor allem die absoluten Löwen, die im XXL-Format. Dieses Joint-Venture aus Versifftheit und Referenzen-Geilheit - sozusagen gesellschaftliche Progressivität gepaart mit musikalischer Avantgarde (beim Focus-Fasching gespielt!) Ausgebucht bis 06, für Event'ler: schnell zugreifen - einzelne Termine noch frei...Unerhört neue Selbstbeschreibungen plus Eigen-Charakterisierungen: junge aufstrebende Band (hergehört Produzenten!) - machen alles, dynamisch deshalb - Erfolg garantiert. Daneben wirkt einer (ebenfalls bekannt aus Funk und Fernsehen: mehrmonatige Teinnahme an sat1-Gerichtssendung), der sich nun als Sänger vorstellt, beinahe etwas verloren.

Nach Auktionen und Partnerschaftsbörsen dringen wir endlich zum Haupttor des Mainstreams vor - dem Riesensektor der Zwischenhändler und Makler. Die gibt es natürlich überall. Ob Maueröffnung, Börsen-Run, Euro-Unstellung - immer vorne dran, wo es auf ultra-faire Weise was zu verdienen gibt. Künstlerbörse / Veranstaltungsservice/Agentur/ Vermittlung-aus-einer-Hand. Gerne liest man: großer Kleinanzeigenteil in Vorbereitung. Alles-aus-einem-Guss für Ihren Event-nach-Maß, vom Catering über Dinnermusik bis zum Giga-Showact, Gassenhauer wie aktuellen Charts. Beruhigend zu wissen: anspruchsvoll und mit Niveau! 100%ige Zufriedenheit unserer Kunden wie Künstler garantiert. Die Gewissheit wächst: doch-doch, unsere Gesellschaft muss einfach sehr-sehr gesund sein, wo doch alles werbet & rufet: Platz-da für mein Ex & Hopp! Einfach mal reinschauen ;-).

Der menschlich forschenden, der musikalischen Phantasie sind einfach keine Grenzen mehr gesetzt: funsounds, oneshots, heiße pics & fette beats, fetzige oldies, dinnermusik, trendmode, coole effekte, alle infos, nirgendwo soviele fakten...

"Ihre Stimme klingt süß wie Nektar, und ihre Gitarrenmelodien schmeicheln wie frischer Bettbezug" Musikkritik. Schreibt sowas ein Mann, eine Frau? Richtig, so romantisch wie sensibel-sachverständig kann nur eine Kritikerin schreiben, garantiert fachbegriffsfrei. Wir erfahren was vom Kalorienzählen, Liebeskummer ("dass alles so scheiße wehtut"), Luder-Getue sowie dem Aufs-Spiel-Setzen von Mietverträgen durch Singen. Zur Gesangsstilistik soviel: Singen, Baby, nicht heulen. Herausgekommen: "ein erstaunliches Soloalbum". Die dergestalt Dargestellte: Jasmin Tabatabai. All die frisch-schmeichelnden Gitarren-Bettbezugsmelodien selbst komponiert? Naja, naja - gemach. Wir erfahren's auch nicht. Wozu auch? Wo's steht? Im stern ("behalten Sie den Überblick"). Ultrakorrekt, heißt ja auch nicht - Durchblick. Wiederum Gefahr, könnte vollkrass sein.

Normalerweise genügt es ja auch für den normalen Sprachgebrauch normaler Musikredaktion, wenn man referieren kann, dass da und dort ein Mix aus Dub, Hiphop & Reggae angerührt wird (in jeder guten Musikkritik haben es wir eigentlich stets mit ner Art Mix zu tun), alternativ: Salsa, Raggamuffin & Triphop (hier sollte man allerdings durchblicken lassen, dass sowas schon im emtstehen chronisch veraltet war, wie d&b) In einem anderen Hamburger Magazin kann es aber auch schon mal zu einer Vermählung von Hardcore, Emo & Rock kommen. What the heck - wie das wohl geht? Wer war Trauzeuge? Außerdem - ist das nicht illegal?! Könnte man dann nicht wenigstens die musikalische Hochzeitsnacht mit Sexpositionen - oder heißt das Satztechniken? - von Kompositionen besagter Provenienz etwas erläutern. Puh! Da ist man dann doch wieder froh, wenn man sich wieder einer unverfänglichen Mischung aus bretonischem Folk, Pariser Pop & romantisch angehauchter Klassik zuwenden kann. Ohrenfällig wie ohropaxmäßig.

Dass es aber auch immer diese Mischungen und Zusammenrührungen sind! Oder bin ich schon auf der Rezeptseite? Namen wie Jan Delay, John Decay zitiert die stern-Musikredaktion bierernst. Bei Stichworten wie Midi-Master / Midi-Slave allerdings würde der stern einen Skandal im Musicbizz wittern und investigativ tätig werden (Steckt Sempte dahinter?). Entwarnung, Midi-Sklaverei ist abgeschafft, lieber stern, definitiv. Beruhigt können wir uns einem weiteren Überblick widmen, wie wär's mit: "minimalistisch-instrumentiertes Reggae-Dub-Album"? Kringeling! Das sind so Sachen, da sagt alles in einem - besser mal nicht nachfragen. Wir verzichten auf Fragen wie: was ist eine Dezibel-Mediante? Dezimen-Zwiebel? Logo! Rhythmus! Aber: doppelte Domina? Hat Gis-Dur mehr Akzidentien oder Arkazien? Wie ist das richtige Verhältnis von Tonika, Mineralwasser und Mix-Panade? Genug der Fragenqual! Reden wir lieber von den introvertierten Phasen und Verschiebungen, die Musiker oft im Lauf ihres Lebens durchmachen (kann manchmal scheiße wehtun! Und erst klingen!!). Wir wollen niemand in Verlegenheit bringen, Schluss also mit dem Terminus-Horror!

Wie beschreibt man das Spezifische von Kylie Minogue? Klaro, so: "Kylie ist gut drauf und hat keine Angst, ihrer Energie freien Lauf zu lassen." Bravo! So macht man das, Voll-Profis. Eben - Focus ! Freilich: "von Dancefloor-Liebhabern, bis zu wahren Pop-Fans alle bekommen etwas von der vielseitigen Kylie". Das hätte nun nicht mehr sein müssen, eindeutig zu komplex. Kann die Leser mega-schnell verwirren. Vorschlag, dazu straighter auf den Punkt gebracht: Heißer Mix aus R&B, Hiphop und wahrem Pop, dann sofort knalle die Fotostrecke: die süße Kylie in Bildern - fertig. Mehr braucht Perfektion nicht. Gottseidank war der Bericht vom Echo 2002 fachsprachlich entseucht.

Ihre Meinung -

Wie könnte so ein musikfachsprachliches Entseuchungsprogramm für die Zukunft aussehen?

Außerdem geht's hier gleich weiter -

 

Apropos R&B. Was ist ein R&B? Nun, zunächst etwas, was eine so eingängige Melodie haben muss, dass man sie auch als Handyklingelton nach einer Woche nicht mehr dem Originalstück zuordnen kann (versuchen Sie mal "from a.m. to p.m." zu pfeifen - sehen Sie). Ein gutes Stück muss eine derart einschmeichelnde Tonfolge aufweisen, dass man es im Optimalfall auf der Stelle vergisst. Wenn sie das alles nicht aufweist, tja, dann allerdings, dann hat die Musikindustrie ein Problem. Deshalb braucht man dafür mindestens 8 bis 10 Komponisten und Produzenten, die solche Melodien erfinden können. Am Beispiel von Kylie sind das:

Tommy D, Tom Nichols, Pascal Gabriel, Paul Statham, Richard Stannard. Außerdem Julian sowie Cathy Dennis und Rob Davis, Steve Anderson und Madonna-Produzent Mark Picchiotti (all die genannten natürlich nur für ihren Hit "Can't Get You Out Of My Head"). Für alle Leser und Leserinnen, die sich fragen, was es bei dem Stück überhaupt zu komponieren gibt - nun, nicht auf alle Fragen gibt's im Leben eine Antwort.

Was lässt sich noch über R&B sagen? Übrigens, um das Ganze nicht mit der früheren Musikform R&B zu verwechseln, können Sie ruhig und sogar treffender Arendbi sagen. Warum? Naja, erstens ist es vollkommen egal, zweitens klingt's bisschen cool nach Möbelhaus. Außerdem kann man das Arbiträr.. also das Beliebige des sprachlichen Zeichens nach Saussure bestens studieren, nach Form wie Inhalt (auch bei opa trent d'arby? -d.setzer). Ist echt wurscht. Ehrlich. Deshalb - Viva Arendbi!

Zunächst mal gibt es Meedels-Arendbi. Wichtigste Vertreterin: Sarah Connor, daran ändert auch ihre selten doofe Homepage nichts: zweisprachig (deutsch/englisch), man soll sich am Seiteneingang - knifflig, knifflig - die Auswahl der Sprache merken. Dass es auf der Musikpage nichts zum Hören gibt - ist man gewohnt, was soll's. Wurscht also.

Zugegeben - Zielgruppe für Meedels-Arendbi ist heikel. Zahnspangengeneration, extrem nerviges Alter. Alle halten den Kopf gesenkt beim SMS-Verschicken, und dann versuchen sie sich alle die Gesichtsakrobatik von Phoebe draufzuschaffen. Grausam. Und immer droht Totalaustrocknung der jugendlichen Haut. Kann nicht allein an der hormonellen Umstellung liegen. Heute noch pausbäckig frisch durch die Outdoor-Areale jugendlichen Seins schiebend, am nächsten Tag - nur noch ein Schatten. Was mag da passiert sein? Beim Ausdrücken eines Pickels absoluten Flüssigkeitsverlust erlitten - ausgelaufen? Einem Dämon begegnet? Weiß keiner. Auch wenn sie sowas wie I love You, Lenny in Kameras kreischen mit Fuck-me-Robbie-T-Shirt - wenn sie jemand mehr als eine Sekunde anschaut, rennen sie davon. Anzunehmen, bei drei Sekunden könnte sogar unmittelbares Zu-Staub-Zerfallen einsetzen.

Das Problem von Jungs-Arendbi ist komplementär. In Ermangelung von Schutzanzügen vor den kleinen Pubertätsmonstren versuchen sie diese in Todesverachtung anzusingen (Abwehrzauber?). Das führt natürlich zu diesen extrem-verzweifelten Falsett-Verschraubungen, wie man sie von der Gruppe Blue kennt. Ständig ist man versucht zu sagen: Jungs, nehmt's doch bisschen lockerer. Nützt freilich nichts. Teenie-Alter ist hart, für Meedels wie für Jungs, no doubt abou it. Wenn ich ehrlich bin, rühren mich all diese, naja-naja, Implikationen zu Tränen.

Deshalb hab ich auch gleich einen Song geschrieben. Titel: Tears on my Pillow. Cool oder? Ich glaube, so einen revolutionären Titel gab's noch nie! Vollkommen neu! Bin aber, was die Namens-gebung anlangt - auch das muss ich sagen - im Moment etwas im Zwiespalt. Man sollte sich in unserer Zeit ja hüten, allzu originell sein zu wollen. Over-authenticityfying bringt nichts. Faustregel: 95% bekanntes sampeln, umrühren - fertig. Geheimnis: all in da Mix. 5 Prozent eigene Zutat - aller-höchstens! Ich überlege mir, ob ich den Titel nicht doch besser in Oops on my Pillow umbenennen soll.

 

Was die Emanzipation im Musikbusiness anlangt - Die Zeit der absolut aktiven Powerfrauen, die gab's tatsächlich mal. Ziemlich kurz aber nur. Schätzungsweise 9 Nanosekunden lang. Immerhin lang genug, dass Alanis Morissette durch so ein Zeitfenster schlüpfen konnte. Heute ist eher Passiv angesagt, Fem-Passiv könnte man das fachsprachlich nennen. Es ist doch so: wozu erst lang und breit eigene Ideen entwickeln, Kompositionen ausdenken, üben, sich in Studiotechnik einarbeiten? Bei Studiofortbildungen sieht man sowieso nie eine Frau, bei so abstrakten Jungs-Technologien wie Phasen-Umkehr & Pegeleinmessung kriegen Frauen eh Gebärmutterhalskräuseln und Heulkrämpfe.

In jedem Fall erfolgversprechender: erstmal ne neue Nase verpassen lassen, dann casten lassen, nen Song sich schreiben und produzieren lassen. Gern lass ich mich auch nach den Vorstellungen anderer abrichten wie so'n Hündchen, eh-so-süüß! Dann lass ich mich bis zum letzten Kettchen ausstaffieren. Dank schein-emanzipatorischer Tendenzen in den Medien ist die Gefahr, sich derzeit von einem Muzak-Buzz-Fossil vögeln lassen zu müssen, gering. Ob mit oder ohne Höschen in die Show - das allerdings sollte mit den Produzenten vorher geklärt werden. Reingehen tu ich aber selber. Kann man prima Statements abgeben so über Mitspracherecht bei der Produktion oder so.

Die No Angels haben den Echo 2002 gewonnen - meine Hände sind vom Klatschen noch wund. Beste (Sie lesen beides richtig) Pop- und Rock-Band. Tja, und wo war eigentlich der singende Hintern mit seinem na-na-na? (na, wo war er denn, na? d.setzer) Nein, anders. Wo war die große alte Dame der "Video-Zuckerguss-Scheiße" (Lenny Kravitz)? Unsere Kylie. War gut natürlich, aber vielleicht doch nicht so gut wie die No Angels. Hat man sich ja fast gedacht. I wanna be daylight in Your eyes - fetziger geht's nun wirklich nicht! Klingt, als hätten Leo Kirch und Rupert Murdoch die Melodie in einer Gemeinschaftsproduktion selbst verfasst. Wie man sieht - lässt sich doch auch mit nur zwei Komponisten/Produzenten abfetzen wie Sau!

Überhaupt - immer dieser Pop und Rockbereich. Fetzt seit 50 Jahren und ist so revolutionär geblieben, dass einem schwindelig werden kann. Gefahren gehen freilich auch von ihm aus: Verdirbt er nicht doch die Jugend, wie Vera am Mittag in einer Sendung anno 2001 mal fragte (richtig gelesen)? Tsis-sis. Doch auch etwas beängstigend (Moment mal - wo bin ich eigentlich?).

Ah da. Wobei, wir vergessen keinen Augenblick - es geht der Musikindustrie schlecht. Keiner kauft mehr CDs. Wozu auch? Scheißegel, wenn Rezension und Rezession Synonyme geworden sind. Warum das so ist? Weiß ich leider auch nicht, ist eben so, und eigentlich auch egal. Gibt's doch alles im Web. Deshalb, genial! - & Philosphy der Industrie: Legale Tauschbörsen müssen her! Koste es was es wolle! Von Bertelsmann und Sony. Alles andere - von Schwarzbrennern bis Gnutella - würde sofort ein Künstler-Sterben globalen Ausmaßes auslösen. Sofortiger Hungertod all over the world die unmittelbarte Folge (allerdings nur für die, die bei Sony und Bertelsmann einen Vertrag haben). Man darf ja nicht verkennen: so ein Künstler muss ja aufgebaut werden. Für ein Stück benötigt er, wie wir wissen, mindestens 10 Komponisten, 20 Producer und bis zu 70 Arrangeure, die alle erstmal bezahlt sein wollen. Insgesamt steckt man da schon mal locker 4 Milliarden allein für ne Tauschbörse rein. Rückfluss: eine Million. Immerhin, nicht schlecht für den Anfang. Man braucht aber wenig Präkognitions-Fähigkeiten, um zu erkennen, dass dieser Trend sich verstärken wird. Ich tippe: nächstes Jahr 8 Milliarden reinbuttern, rausspringen tun 500 Mille. Wett' ich.

Und warum nicht? Mal ehrlich: Würden Sie für ne Flasche Coke den Preis von einer Flasche Roederer-Champagner zahlen (oder auch ne andere Marke Ihrer Wahl)? Wieso überhaupt zahlen für was, was man sich wegen Belanglosigkeit sowieso nicht merken kann? Das einzige interessante ist allenfalls das Video, ist aber im Grunde auch schon abgesehen. Wenn die Staatsanwaltschaft die Firmen Polydor oder Columbia nach Musik abfilzen würde - bin mir nicht sicher, ob die fündig würden.

In letzter Zeit haben sich ja die Auszeichnungen gehäuft, Grammy, Britpop, Echo. Kritische Stimmen sind da auch drunter, zum Beispiel laut Focus: "Sir Elton John, der ebenfalls zweimal nominiert war, aber leer ausging, wetterte beim Sender BBC gegen die "Popstars aus der Retorte", die meist nur "mittelmäßig" seien. "Man kann die kaum noch voneinander unterscheiden, es gibt zu viel davon", schimpfte der Weltstar. Wirklich talentierte Musiker mit Ecken und Kanten schafften es nicht mehr nach oben."

Na na na! Hihi - neidisch? Wobei - schreck, klingt ja fast nach Klassenkampf...

Deshalb ist wohl dieser Schachzug bemerkenswert:

Robbie Williams singt Frank Frankieboy the woiißßß!! Sinatra (liebe Kinder, bitte nicht mit Frank Zappa verwechseln). Musikalien, die schon im Original - definitiv wie ultimativ - die ätzendste, muffigste, langweiligste, verlogenste 50er-Jahre-Scheiße waren! Niemand hat sie vermisst, außer paar Messe-Alkoholikern in Hotelbars. Nun also die Wiedergegurt aus dem Geist des PR-Gags, für Milliarden ein Nichts hochgezogen. Viele Leute, die sich die Scheibe gekauft haben, haben es leider wieder mal zu spät gemerkt.

Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass der Trend, Floristinnen-Assistemtinnen aus der Provinz zu casten an einem toten Punkt angelangt ist. Auch das macht einen ein wenig traurig.

Aber mein neuer Song hilft mir da über vieles hinweg, wegen ihm habe ich sogar meine Arbeit an meinem szenischen Streichquartett mit obligat distortetem Ringmodulator plus Laminat-transluzierendem Engelschor unterbrochen.

Außerdem: Song, Stück, Komposition, Titel, Nummer... überflüssige Terminologie. Der Fachmann sagt seit Jahrzehnten: Lied. Im Sinn von: Poa! Da ist ein Lied drauf! Kennst du das Lied? Hammer-Lied! Das von den Sex Pistols genauso wie das von den, sagen wir, Chemical brothers.

Ach übrigens - Herr Schurnalinsky, bevor ich es vergesse - was gibt es eigentlich neues vom Klassiksegment? Oder Sektor, ist ja auch egal. Segment meint mehr den Marktbezug. Herr Schurnalinsky!!?

Er hört mich nicht. Hat grad seinen Kopfhörer auf - Wolke sieben. Was man so hört - klingt nach ein paar heißen Liedern von Rachmaninoff. Naja. Ich glaube auch - da gibt es definitiv nichts Neues. Wozu auch. Alle Chopin-Etuden sind 100000 plus x-fach eingespielt. Und bis Kissin und Gavrilow weggestorben sind, das dauert schon noch ne Weile. Bis dorthin ist jeder mit allen wichtigen Bachliedern grundversorgt. Heiß auch: bei vitaminic - für Elise. Tja - Mozart & Verdi, dafür haben wir sowieso als special force unsere Bundesregierung.

Finden Sie nicht auch, dass manchmal zuviel nach Äußerlichkeiten gegangen wird. Zumindest, mal ganz-ganz vorsichtig formuliert - denken kann man so. Vielleicht auch nur für einen Moment. Wenn Sie aber diesem Personenkreis angehören, der solche Gedanken hegen, sollten Sie vielleicht nicht unbedingt auf die Bekanntschaft eines mir bekannten Musikproduzenten machen wollen. Insider nennen ihn: Seine speckige Eminenz. Leute, die mit ihm näher beruflich zu tun haben auch: Seine olfaktorisch eminente Speckigkeit. Aus der Distanz meistens nur kurz: Mr Speck.

Angenommen, Sie würden ihm anvertrauen: ist das nicht schrecklich, dass alles nur dem äußeren Schein nach zählt - er würde Sie durchdringend angucken, ob Sie vielleicht noch ganz dicht sind. Zumindest würde er im Lauf des Gesprächs eine Fahndung nach einer Art Lebenslüge bei Ihnen starten.

Zunächst mal seine T-Shits, nature's way gestärkt. Auch in seinem Studio hat alles so seine spezielle Ausstrahlung, obwohl es nicht eigentlich unordentlich aussieht. Eher das Gegenteil, Mr. Speck ist Ordnungsfanatiker, er indiziert jedem Besucher minutiös die Ecken, wo er was abstellen kann. Wie gesagt - ist mehr so ne Ausstrahlungssache. Egal ob er unrasiert an den Potis seiner Module rumschraubt oder am Mixer sitzt, ob er seinem Tanzlehrer einschärft, die Girls für seine dance-Produktion extrahart ran zu nehmen und gehörig zu bimsen. Ob mit besagten Girls in der Stretch-Limo fürs Promo, alles um ihn rum gewinnt, generiert geradezu die Aura des Speckigen. Naja, ab und zu sind auch kleine Freundschaftsdienste und Obligationen für Sender dran, nach Präferenz etwa Dildos mit Edelmetallbedampfung, gemmenbesetzte Koksdöschen (Diamanten nicht, preisbewusst denkt er schon), oder auch nur special interst videos - sein Zeug soll ja gespielt werden. Auch für die Bilder der Flugzeug-Einschläge am 11.September hat er ein paar Nummern am Synthie komponiert, so um B-Dur rum(nicht mit B-Probe verwechseln, lieber stern), mit g-Moll dabei.

Freilich, ob er nun fette Taikodrums unter seine House-Nummern legt - z. B. seine spots für die Autoindustrie - alles hört sich bei ihm irgendwie an nach summ summ summ, Bienchen summ herum. Er merkt das übrigens selber, deshalb weist er seinen Studiosänger stets an, ein bißchen sh'-kh'-doom sh'-kh'-boom drüber zu machen, was er für geile voice-percussion-Effekte hält (da kannn er echt unangenehm werden, wenn es nicht in seinem Sinn ist). Übrigens, bei Summ summ summ hat er als Kind seine Musikausbildung abgebrochen. Was ja im Übrigen nicht unbedingt was Schlechtes verheißen muss. Ausgebildete Musiker, vor allem die mit eigenen Ideen müssen später ja erst den

ganzen Sums von Kontrapunkt, Stimmführung (lieber stern, vielleicht im Lexikon nachgucken) und Ligaturen verdrängen, mehr noch: aktiv wegdrücken. Hinzu kommt: Musik in ihrer unterrichteten Form erinnert Menschen sowieso an persönliche Niederlagen und Traumata, über die keine Pisa-Studie (gottseidank) je Auskunft gibt. Und eine dem Musikbereich angemessene Piesak-Studie liegt noch nicht vor.

Zurück zu Mister Dr. Speck. Musiker wissen, dass es z. B. unter den Septakkorden zwei Kategorien gibt: die Major 7-Akkorde (normal), und jene mit 7 verschiedenen Majos (x-tra fett, double rich). Mein Freund, seine Excellenz bedient sich immer der zweiten Kategorie. Vor allem, wie gesagt, für seine Autoindustrie-Loops. Wird immer anstandslos abgenommen, und Kohle fließt.

Die Tasten seiner Keyboards sind dann allerdings auch ziemlich gesättigt, vollgesogen und leicht schlabberig. Meistens brauchen sie dann Stütz-Infusionen, damit sie wieder spielbar werden.

Sein Domizil hat auch was gekostet, muss man sagen. Obwohl man ihm anmerkt, dass es für seinen Feind errichtet hat. Ist aber auch egal. Teuer, wie gesagt, edel weniger - ob Küche, Bad oder Treppengeländer, alles hat eben diese Aura. Obwohl man andererseits bei ihm vom Fußboden essen könnte, wie man so schön sagt. Dafür hat er ja seinen Stab Haushälterinnen.

Vielleicht gibt es noch was Neues vom Jazz? Naja, auch da flattert einem so Newsletter ins Haus, etwa von einem Jazzfestival, nennen wir es doch einfach mal B-Hausen. Interessant - auf dem Flyer werden Künstler zwar mit Namen genannt, angekündigt wäre allerdings der falsche Ausdruck. Auffallend - über Musik, Stilistik Pipapo werden nicht erst groß Worte verloren, entscheidend vielmehr: - hier kann man in verschieden Fall-Pauschalen Übernachtung &plus Erlebnis-Gastronomie buchen! Plus Jazz! Jazz und mehr sozusagen. Event eben. Hm, Bobbie McFerrin und Aziza Mustafa-Zedeh würden mich schon interessieren, freilich - als einziger act. Dann ist schon Schluss. Warum mich die überhaupt interessieren, wo die doch nicht so gut sind wie die No Angels, denn sonst hätten die doch den Echo gewonnen? Naja, sagen wir so - nehmt's einfach als' ne Marotte von mir, okay? Das Konzert also fände ich interessant, allerdings: bei all den stilbildenden Pfeifenrauchern im Publikum, die versiert in sich gekehrt in den Ecken lauern, oft bis zu fünf verschiedene Pfeifenkoffer simultan mit sich führend - da überlegt man sich so eine Anreise doch eher doppelt und dreifach.

Außerdem ist der Jazz stets mindestens ein bis zwei Jahrzehnte zu spät dran. Event-Gastronomie... so hat man Anfang der 90er Jahre geredet, der Zug ist schon ein bißchen weitergefahren, liebe Jazzer (insbesondere, lieber Veranstaltungs-Jazzer, der du immer auf deinen Flyern so aussiehst, als könne dich nichts auf der Welt davon abhalten, mit vollen Backen dein Sax zu blasen, fachsprachlich: blow you' horn, man!). Zudem haben erst jetzt die meisten Fans Miles Davis verziehen, dass er seinerzeit mit bitches brew Rock-Elemente aufgenommen hat (Vera Int-Veen warnt nicht zu Unrecht - Teufelsmusik! (hebe dich hinweg, du nicht-engel! agape! -d.setzer))

Darüber hinaus kommt das Teuflische selten allein. Insgesamt ist mir das Sicherheitsrisiko zu hoch. In den umliegenden Kneipen kann es jederzeit zu Dixie-Anschlägen kommen. Zudem: wenn vielleicht in 10 Jahren für workshops nicht mehr Chris Barber, sondern Verona Feldbusch als Dozentin für modernen scat-Gesang ("rhabarber") verpflichtet wird, dann komm ich. Ganz beschtümmt. Aber sie muss ihre Original Hauspuschen tragen. Sagt bloß, Ihr macht das nicht - Mönsch. Klingeling.

Deshalb, liebes B-Hausen, bis dahin. Ach, und - Schönen Tag noch.

***nach oben

 

Jazz-Workshop von D. Hoff

 

 

 

***nach oben

 

Das Amerika-Modul  Mitschrift Redaktionskonferenz

 

 

***nach oben

 

 

 

 

***nach oben

 

 
 

***nach oben  

   

                 

               Copyright © 0/2001 rychri  Alle Rechte vorbehalten.Stand: 28. Mai 2002 10:17:24 +0200